
Papier ist sicherlich der erste Gedanke, den die meisten Menschen mit dem Begriff „Zellstoff“ oder „Cellulose“ verbinden. Das ist natürlich richtig, aber nur ein Bruchteil der tatsächlichen Einsatzbereiche dieses Stoffes. Dieses Naturprodukt wird in unserer Gesellschaft heute vielfältig genutzt – sowohl in seiner reinen Form oder als sog. Derivat (d.h., eine chem. veränderte Substanz auf Cellulosebasis). Chemisch gesehen ist Cellulose ein Polysaccharid; d. h. ein Cellulosemolekül ist aus vielen Zuckerbausteinen (genau: Glucose) zu einer langen Kette zusammen gebaut worden.
Fachmesse für Industrielle Klebtechnologie
Stuttgart, Germany - Hall 7, Stand 7520
„Betrieb und Prozessführung von Rührwerksmühlen“ - Selb, Deutschland
Durch chemische Umwandlungsprozesse der Rohcellulose können zahlreiche zusätzliche Eigenschaften erreicht werden. Die Cellulosegewinnung ist insgesamt ein aufwändiges Verfahren. Eine ganze Reihe mechanischer und chemischer Schritte sind notwendig, um Cellulose zunächst von den natürlichen Begleitstoffen zu trennen und anschließend chemisch rein aufzubereiten.
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Cellulose ist eine weiße, in Wasser unlösliche Substanz, die in Baumwolle fast rein (zu 95%) vorkommt hauptsächlich aber aus Holz gewonnen wird, weil es von allen Celluloselieferanten sich am einfachsten kultivieren und verarbeiten lässt. Mittels sogenannten sauren oder alkalischen Aufschlussverfahren wird die enthaltene Cellulose abgetrennt.
Die Produktgruppe der Cellulosederivate unterteilt sich über die Art der chemischen Behandlung in Zelluloseacetate, Zelluloseäther und Zelluloseester.
Durch die Veresterung von Cellulose mit Salpetersäure und Schwefelsäure entstehen verschiedene brennbare, explosive Verbindungen, die als Nitrocellulosen (NC) bekannt sind.