
Bereits in der Frühgeschichte der Menschheit wurden keramische Werkstoffe genutzt. Erste Figuren wurden vor mehr als 24.000 Jahren aus keramischen Massen geformt und durch den Brand verfestigt. Weitere Funde belegen die Herstellung von Ziegelsteinen (vor ca. 14.000 Jahren) oder die Produktion von Nutzgefäßen aus Keramiken (vor 7000 bis 8000 Jahren). Bis heute hat sich Keramik in einer Vielzahl von Anwendungen bewährt. Ständige Weiterentwicklungen machen Keramiken auch für neue Anwendungen, bei denen Härte, Verschleißbeständigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Temperaturstabilität – bei gleichzeitig niedrigem spezifischem Gewicht – benötigt werden, interessant. Keramische Werkstoffe sind Bestandteile von Anlagen der Metallurgie, Chemie und Energieerzeugung. Sie werden aufgrund ihrer hohen Härte und Verschleißbeständigkeit als Werkzeuge zur Metallbearbeitung eingesetzt.
„Betrieb und Prozessführung von Rührwerksmühlen“ - Selb, Deutschland
„Betriebsoptimierung und Wartung von Rührwerkskugelmühlen“ - Selb, Deutschland
Die Automobilindustrie setzt sie beispielsweise als Zündkerzenisolatoren, Kipphebelbeläge, Portliner im heißen Bereich des Auspuffkrümmers und leichtgewichtige Ventile im Motor ein. Ihre elektrisch isolierenden, magnetischen, dielektrischen, halbleitenden, supraleitenden Eigenschaften werden für die Herstellung von Funktionskeramiken in der Elektroindustrie genutzt. Die Beeinflussung der mechanischen und physikalischen Kennwerte der keramischen Werkstoffe erfolgt unter anderem durch die gezielte Einstellung der Mikrostruktur.
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Hohe Festigkeitswerte von technischen Keramiken können nur mit feinsten Gefügen ohne Verunreinigungen und Fehlstellen erzielt werden. Für die kontaminationsarme Aufbereitung feinster Partikel, im Mikron- wie auch im Nanometerbereich sind sowohl Maschinen für die Nassaufbereitung als auch zur Trockenvermahlung verfügbar.
Die traditionelle Trommelmühle stößt bei hohen Feinheitsanforderungen (< 50 µm) oder spezifischen Qualitätskriterien, z.B. enges Kornspektrum, oft an ihre wirtschaftlichen und technischen Einsatzgrenzen. Die NETZSCH-Feinmahltechnik bietet AggregateAggregate
Fest zusammengefügter Primärteilchenverbund, die Kristalle sind ganzflächig miteinander verbunden. und RührwerkskugelmühlenRührwerkskugelmühlen
Rührwerkskugelmühlen sind auch als Sandmühlen, Perlmühlen (Mahlperlen) oder Reibmühlen bekannt., welche die Trommelmühle ergänzen bzw. ersetzen können.
Für die Oberflächenveredelung von Keramikprodukten wie Steingut, Steinzeug und Porzellan werden zahlreiche Dekorfarben und Glasuren eingesetzt, deren Basiskomponenten neben den Fritten hauptsächlich spezielle Pigmente darstellen.
Ferrite, die sich in Weich- und Hartferrite einteilen lassen, sind oxidkeramische Werkstoffe der allgemeinen Zusammensetzung MIIO•Fe2O3, die permanente magnetische Dipole enthalten. Die besonderen magnetischen Eigenschaften beruhen auf spontaner Parallel- bzw. Antiparallelstellung der magnetischen Momente der Atome in größeren Bereichen.