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Ferrite

Allgemein

Ferrite, die sich in Weich- und Hartferrite einteilen lassen, sind oxidkeramische Werkstoffe der allgemeinen Zusammensetzung MIIO•Fe2O3, die permanente magnetische Dipole enthalten. Die besonderen magnetischen Eigenschaften beruhen auf spontaner Parallel- bzw. Antiparallelstellung der magnetischen Momente der Atome in größeren Bereichen.

Weichferrite
Heute ist eine Vielzahl weichmagnetischer Werkstoffe MIIO•Fe2O3 bekannt, wobei M = Fe, Ni, Co, Mn, Mg, Cu, Ti, Cd oder Zn sein kann. In der Praxis haben sich jedoch zwei Mischferrite besonders bewährt: Mangan-Zink- und Nickel-Zink-Ferrite. Die Zugabe des Zink-Ferrits ermöglicht die gezielte Beeinflussung der magnetischen Eigenschaften des Werkstoffes.

Anwendungsbeispiele zu Weichferriten

  • Kernwerkstoff für Spulen und Übertrager in der Leistungselektronik
  • Ferritantennen in der Radio-, Fernseh-, Daten- und Nachrichtentechnik
  • Magnettonköpfe oder magnetische Verstärker
  • Ferritkerne für Kernspeicher in elektronischen Datenverarbeitungsanlagen
  • Schaltelemente in der Mikrowellentechnik

Hartferrite
Seit ihrer Einführung Anfang der 50er Jahre haben keramische ferrimagnetische Dauermagnetwerkstoffe ständig an Bedeutung gewonnen. Sie sind die kostengünstigsten und weltweit verbreitetsten aller Magnetwerkstoffe. Zu den wichtigsten Hartferriten zählen Barium-, Strontium- und die Barium-Strontium-Mischferrite.

Anwendungsbeispiele zu Hartferriten

  • Industrieelektronik
  • Sensortechnik
  • Fernseh- und Rundfunktechnik
  • Lautsprechermagnete
  • Haftmagnete, Klebe- oder Spielzeugmagnete
  • Ring- oder Segmentmagnete in Motoren und Generatoren für Magnetkupplungen
  • Automobilindustrie, Fahrzeugtechnik
  • Uhrenindustrie
  • Hausgerätetechnik, Kühlschrankdichtungen
  • Rotoren für Gleichstrommotoren
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