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Glossar

Pendelbetrieb
Alternativen: Pendelfahrweise
Kurzbeschreibung: Beim Pendelverfahren handelt es sich um ein Mehrpassagenprinzip, wobei das Produkt in mehreren Passagen innerhalb einer Rührwerkskugelmühle zerkleinert wird.
Ausführliche Beschreibung: 

Beim Pendelverfahren handelt es sich um ein Mehrpassagenprinzip, wobei das Produkt in mehreren Passagen innerhalb einer Rührwerkskugelmühle zerkleinert wird. Hierfür werden zwei Behälter benötigt. Das Produkt wird abwechselnd von einem Behälter, mittels einer Pumpe durch die Rührwerkskugelmühle, in den anderen Behälter gefördert. Werden die beiden Systembehälter bei jedem Durchgang durch die Rührwerkskugelmühle vollständig entleert, erzielt man somit "echte Passagen". Beim Pendelverfahren werden Produktdurchsätze gefahren, die um ein mehrfaches über den Durchsatzleistungen des vergleichbaren Einzelpassagenprinzips liegen, um so viele Mühlendurchgänge wie notwendig zu realisieren. Durch die höhere Durchsatzleistung erhöht sich die mittlere axiale Transportgeschwindigkeit und somit auch die Bodensteinzahl. Nach n-Durchgängen erhält man eine neue Bodensteinzahl, die um das n-fache einer Passage angestiegen ist. Mit zunehmender Bodensteinzahl werden engere Verweilzeitdichteverteilungen erzielt, die wiederum zu engeren Partikelgrößenverteilungen führen. Die Entwicklung der Produktqualität erfolgt beim Pendelverfahren stufenweise mit jeder Passage. Der Pendelvorgang wird solange fortgesetzt bis die geforderte Endqualität erreicht wurde. Das Pendelverfahren ist ein Verfahren für den Chargenbetrieb von Produktansätzen bis zu mehreren Tonnen. Die Nachteile dieses Verfahrens sind der Reinigungsbedarf bei höher viskosen Produkten, zwischen den einzelnen Pendelungen. Weiterhin ergibt sich ein erhöhter Personalaufwand im Handbetrieb bzw. Steuerungsaufwand für den Automatikbetrieb.