Prozesstechnologie für die Graphitverrundung

Aufgrund seiner Verwendung als Anodenmaterial in Lithiumionenbatterien hat Graphit eine herausragende Bedeutung im Bereich der Elektromobilität. Um die für die Batterieanwendung geforderte Reinheitsstufe zu erhalten, muss der natürlich vorkommende Graphit, im Gestein feinverteilter sogenannter Flockengraphit, über verschiedene Verfahren aufgearbeitet werden. Neben der chemischen Reinheit spielt aber auch die Morphologie des Graphits eine entscheidende Rolle. Für die Anwendung als Anodenmaterial ist sphärischer Graphit (SPG) ideal. Dessen glatte, kleine Oberfläche verhindert ein Abblättern und führt zu einem geringeren irreversiblen Kapazitätsverlust und damit zu einer hohen Lebensdauer. Dank der hohen Stampfdichte erreicht man eine hohe Beladung und damit höhere Energiedichte.

Effiziente Verrundung von Graphit mit dem NETZSCH Prozess

NETZSCH und Dorfner ANZAPLAN haben gemeinsam ein effizientes Verfahren zur Graphitverrundung entwickelt, das Nachteile des bislang häufig eingesetzten Verfahrens mit mehr als 20 in Reihe geschalteten Sichtermühlen überwindet: In einem ersten Schritt wird der Flockengraphit in einer Sichtermühle oder Fließbettstrahlmühle auf die optimale Ausgangskorngröße für die Sphäroidisierung vorzerkleinert. Die eigentliche Partikelverrundung findet dann direkt nachgeschaltet in der neu konzipierten NETZSCH Verrundungseinheit GyRho statt, die in unterschiedlichen Baugrößen verfügbar ist und auf die benötigte Ausstoßmenge ausgelegt werden kann. Für größere Durchsatzmengen können zwei (oder mehr) parallel betriebene Maschinen eingesetzt werden und ersetzen die erwähnten Züge von 20 Maschinen oder mehr.

Broschüren

NETZSCH GyRho – Effiziente und wirtschaftliche Sphäroidisierung


Ihr Nutzen

Anlagendaten des NETZSCH GyRho Systems im Vergleich zu Systemen des Wettbewerbs

30 % höhere Anlagenverfüg-
barkeit

im Vergleich zum bisher eingesetzten Verfahren

 

65 % Gesamtausbeute*

dank innovativem Anlagenkonzept und optimiertem Mahlraum- und Sichterdesign

* abhängig von Herkunft und Typ bis zu 65 % Gesamtausbeute bezogen auf Rohmaterialmenge

35 % geringere Betriebskosten*

im Vergleich zum Standard-Anlagenzug

* Opportunitäts-, Arbeits-, Ersatzteil-, Elektrizitätskosten, Abschreibung und Kosten für Graphitkonzentrat

90 % niedrigere Wartungskosten

dank deutlich reduzierter Anzahl an Maschinen

60 % kleinere Grundfläche

bei gleicher Produktionskapazität dank kompaktem Setup

60 % weniger Energie

bei gleicher Produktionskapazität (Hälfte der installierten Leistung und optimierte Fahrweise)


Das könnte Sie auch interessieren:

Prozesstechnologie für recovered Carbon Black (rCB)