26 Aug 2016 Minerals & Mining

Mit Wasserdampf in den Submikronbereich - 5-fache Durchsatzleistung in der trockenen Feinstvermahlung

Bei jedem Mahlprozess, sei es ein nasses oder trockenes Verfahren, weisen feine Teilchen eine Tendenz zur Reagglomeration auf. Und diese Tendenz ist umso größer, je feiner die Partikel sind.

Bei der Trockenzerkleinerung führt eine Agglomeratbildung dazu, dass die Durchsatzleistung sinkt und der Prozess ineffizient wird. Der Sichter einer Fließbettstrahlmühle erkennt nicht die einzelnen feinen Partikel, sondern das Agglomerat als Ganzes und führt es wieder dem Mahlprozess zu. In einem geschlossenen System wie einer Fließbettstrahlmühle, bleiben die Agglomerate somit in der Mühle, um scheinbar feiner gemahlen zu werden.

Verhinderung von Reagglomeration

Beim s-Jet® Verfahren der Firma NETZSCH Trockenmahltechnik, mit dem unter Verwendung von Wasserdampf anstelle von Luft als Mahlmedium höhere Leistungen erzielt und neue Feinheitsbereiche (Submikron) für die Trockenvermahlung erschlossen werden, ist die Stabilisierung der erzeugten feinsten Partikel von großer Bedeutung. Erreicht wird das durch Zugabe eines geeigneten Dispergierhilfsmittels als Additiv, das – eingesetzt in der Größenordnung von 0,1 bis 1 % – die Oberflächenladungen herabsetzt und die Reagglomeration verhindert. Abhängig vom Ausgangsprodukt und verwendetem Additiv wird damit nicht nur eine Steigerung der Durchsatzleistung um das 5-fache erreicht, sondern auch eine Erhöhung der Fließfähigkeit, eine Vergrößerung der Oberfläche und eine Reduktion der Produktanhaftungen in der Mühle.

Sinnvoller Einsatz von Dispergierhilfsmitteln

Im s-Jet® Verfahren von NETZSCH können die Dispergierhilfsmittel in fester oder flüssiger Form zugegeben werden. Die Feststoffzugabe erfolgt über ein Dosiergerät direkt ins Aufgabegut, während flüssige Additive über eine Dosierpumpe üblicherweise direkt in die Gegenstrahlmühle dosiert werden.